Die Stahlkonstruktion der Kronprinzenbrücke wiegt 800 Tonnen. Das Brückentragwerk
besteht aus zwei Haupttragrohren mit einem Durchmesser von 1.016 mm, die sich
über drei Felder erstrecken. Sie sind schubfest mit der orthotropen Fahrbahnplatte
verbunden. Sie stützen sich über Streben im Abstand von 2,75 m auf
die geneigten Bogentragrohre ab. Durch die Anordnung von in Brückenlängsrichtung
verschiebbaren Lagern gehen nur vertikale Lasten und Horizontallasten quer
zur Brückenachse auf die flussseitigen Stahlpyramiden des Unterbaus. Da
die Mittelöffnung aufgrund des großen Verkehrsaufkommens besonders
groß sein musste, treten abhebende Lagerkräfte auf. Diese werden
durch vorgespannte Zugverankerungen in den Widerlagern aufgenommen. Die Beleuchtung
der Geh- und Fahrwege erfolgt durch vier hohe und zehn kleine Lichtmasten, vierzig
Bodenlampen im Stufenbereich sowie einer im Geländer integrierten Lampe.
Die Brückenuntersicht wird durch acht in die Pfeiler integrierte Halogenscheinwerfer
angestrahlt.
Literaturauswahl
Prijsvraag bruggen in Berlin, in: Architect 12 (1991), 20; Stimmann, Hans (Hrsg.):
Zwei Brücken über die Spree. Dokumentation der Wettbewerbe, Berlin
1992; Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen Berlin (Hrsg.): Sieben
Brücken der Berliner Innenstadt. Beispiele für Konstruktion und Gestaltung,
Berlin 1994; Michael S. Cullen u.a.: Calatrava Berlin, Basel/Berlin/Boston 1994;
Kronprinzenbrücke - A Bridge between East and West, in: Architecture and Urbanism,
Tokyo (1995) 303, 100-101; Besonderheiten der Fertigung und Einschwimm-Montage
des Stahlüberbaus der Kronprinzenbrücke, in: Stahlbau, Berlin 65(1996),
Heft 10, 368-376; Kenneth Trampton u.a.: Calatrava Bridges, Basel/Berlin/Boston
1996; Über Brücken - Neue Verbindungen der Hauptstadt, hg. von der
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin 1999.