What´s really necessary to add to reality?
Videostills und Videoprojektion, Charité Krankenhaus, Berlin 1998
"What's really necessary to add to reality?" ist eine Grundfrage
der künstlerischen Auseinandersetzung Erik Göngrichs: Wie lassen sich
aus vorhandenen / vorgefundenen Objekten, Situationen und Geschichten, räumliche,
ästhetische und soziale Programme entwickeln?
Das künstlerische Produkt besteht aus einem 50 minütigem Video mit
260 Standbildern und zwei bewegten Szenen. Als Videoprojektion im öffentlichen
Raum wurde es auf dem Hochhaus der Charité in Berlin auf die gegenüberliegende
Brandwand projiziert. Das Video war zudem als kleines Buch (7x10 cm, 280 Seiten,
Auflage 50) ein Ausstellungsbeitrag in der plattform/ berlin biennale und wurde
mit dem Ort der Charité durch eine Führung verbunden.
Das Video ist strukturiert durch einen Fragenkatalog, den Erik Göngrich
in Interviews benutzt (hier eine Auswahl):
1. Würden Sie ihren Stuck braun streichen?
2. Wie oft fahren Sie an den Rand oder ins Zentrum der Stadt?
3. Gibt es versteckte Orte in Ihrer Stadt, die eine persönliche Bedeutung/Geschichte
für Sie haben?
4. Welche Stadt ist Ihre Lieblingsstadt und warum?
5. Haben Sie eine/n Lieblingsarchitektin/en?
6. Gehen Sie ins Konzert, Kino, Theater oder Ausstellungen zum Entspannen oder
Nachdenken?
7. Gibt es Ideen/Planungen, die Ihnen mehr bedeuten als die Wirklichkeit?
8. Haben Sie einen größeren Zugang zu Texten, Bildern oder Dingen?
9. Denken Sie Kultur/Pop ist politisch oder ein sozialer Prozess produziert
Kunst?
10. Welchen Science-Fiction-Film mögen Sie am meisten?
11. Wo und Wann erleben Sie Stadt als erotisch, im weitesten Sinne?
12. Leben Sie sexuell eher monogam oder in vielen Beziehungen? Bestimmt das
Ihre Arbeit?
13. Mögen Sie Stadtpläne oder fragen Sie lieber Passanten/Taxifahrer
nach dem Weg?
14. Gibt es Schlüsselerlebnisse, -reisen die Ihnen den Zugang zu etwas
Neuem ermöglichten?
15. Haben Sie jemals das Gefühl gehabt in der "Stadt von Morgen"
gewesen zu sein?
16. Was fehlt Ihnen in ihrer Stadt? Was möchten Sie verändern/vervollständigen/hinzufügen?
17. Gibt es Materialien, welche Sie im Öffentlichen und/oder Privaten Raum
bevorzugen?
18. Sind Sie mit der Materialität ihrer Stadt zufrieden?
19. Gibt es für Sie städtebaulich wirksame Kunstwerke?
20. Von welchen Orten/Städten/Räumen träumen Sie?