Kagiso: Skelett Haus, 2001
Kagiso: Skelett Haus besteht aus zwei architektonischen Konstruktionen,
die den Schnittpunkt zwischen der geplanten und der ungeplanten
Stadt darstellen. Die größere der beiden Konstruktionen
lehnt sich an ein fortschrittliches südafrikanisches
Wohnprogramm an. Dabei werden ein Fußboden, ein Dach
und ein primitives Wasserleitungssystem zur Verfügung
gestellt. Es liegt in der finanziellen wie materiellen Verantwortung
der jeweiligen Besitzer, Wände, Türen und Innenräume
herzustellen. Somit haben sie die Möglichkeit, ihre eigenen
Wünsche und Persönlichkeiten einzubringen.
Neben dem Skelett Haus steht eine kleinere Hütte. Sie
besteht aus einer Mischung ausrangierter oder leicht zu beschaffender
Bauteile - und gehört somit zu der Sorte "temporärer"
Unterkünfte, die auf der ganzen Welt zu beobachten sind.
Diese bescheidene Wohnung soll durch das Skelett Haus ersetzt
werden; gleichzeitig gehen jedoch eindeutig Anregungen auf
sie zurück. Mit dem Kagiso: Skelett Haus soll die allmählich
beginnende behördliche Anerkennung des universellen Hütten-Baustils
als positives Beispiel für rentables und erschwingliches
Wohnen gefeiert werden. Die Künstlerin zollt mit den
beiden Konstruktionen ihrer gewissen Schönheit und dem
unbeugsamen Einfallsreichtum Respekt.