Das Haus der Winde entstand im Rahmen der Artscape Nordland. Hierzu wurden 47 internationale Künstler eingeladen, Projekte für 47 verschiedene Inseln im Norden Norwegens zu schaffen.
Da Sissel Tolaas keine schöne Skulptur entwerfen wollte, die in Konkurrenz zu der an sich schon fantastischen Natur und Landschaft stehen würde, entschied sie sich für ein funktionales Projekt. Sie entwickelte es in Kooperation mit mehreren Instituten der Universität des Nordpols.
Das Haus der Winde besteht aus einem offenen Zylinder, der 12 Löcher unterschiedlicher Größe aufweist. Die Größe der Löcher hängt unmittelbar von der Stärke der insgesamt 12 Winde ab. Ihre Platzierung im Zylinder entspricht exakt deren Windrichtungen (N -S -W-O). In den einzelnen Löchern befinden sich Propeller unterschiedlicher Größe. Sie zeigen an, welcher Wind gerade aktiv ist, woher er kommt, ob er trocken, kalt, feucht ist usw.
Das Haus der Winde war das erste, was man beim Betreten der Insel über die Brücke vom Festland, oder von der vorbeifahrenden Fähre aus sah. Die Messungen waren so präzise, dass sie von der Universität und der lokalen Wetterstation genutzt werden konnten.